
In den letzten 20 Jahren hat sich das Leben in München deutlich verteuert, insbesondere die Wohnkosten. Der aktuelle Mietspiegel zeigt, dass die durchschnittliche Miete pro Quadratmeter auf 15,38 Euro gestiegen ist, was einer Steigerung von 5,5 Prozent im Vergleich zu 2023 entspricht. Seit 2005 hat sich der Mietpreis fast verdoppelt, was viele Bewohner finanziell belastet. Politiker wie die Sozialreferentin Dorothee Schiwy fordern dringend eine Reform des Mietspiegels, um alle Arten von Wohnungen in die Preisermittlung einzubeziehen und die Mietpreisbremse zu verlängern.
Neben den Mietpreisen sind auch die Kosten für Wohneigentum drastisch gestiegen. Ein freistehendes Einfamilienhaus kostete 2004 in München noch 670.000 Euro, während der Preis bis 2024 auf 1,8 Millionen Euro anstieg. Ähnlich verhält es sich mit den Preisen für Baugrund und Eigentumswohnungen, die ebenfalls stark gestiegen sind. Trotz eines leichten Rückgangs der Kaufpreise bleibt der Wohnmarkt angespannt. Auch die allgemeinen Lebenshaltungskosten, darunter Verkehr und Freizeit, wie der Preis für das Oktoberfest-Bier, sind über die Jahre deutlich gestiegen, was den finanziellen Druck auf die Münchner weiter erhöht.
Quelle: tz